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Klimapositiv – was bedeutet das eigentlich?

Nina Kegel

Nachhaltigkeits-Expertin im Bereich bewusster Konsum und umweltgerechtes Leben

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Klimaneutral oder sogar klimapositiv – was das heißt, ob bzw. wie das gehen kann und was SALZWASSER damit zu tun hat.

Es klingt nach einem großen Versprechen, das immer mehr Unternehmen machen: Mit ihren Produkten nicht nur keinen negativen Impact auf das Klima zu haben, sondern sogar einen positiven. Doch was hat es damit überhaupt auf sich?

Die Inhalte:

  • Klimaneutral vs. Klimapositiv
  • Wie kann ein Unternehmen klimapositiv werden?
  • Das macht SALZWASSER, um Emissionen zu reduzieren und auszugleichen
  • Häufige Fragen
  • Weiterlesen im Magazin

1. Klimaneutral vs. Klimapositiv

Das Label “Klimaneutral” findet sich schon länger auf verschiedenen Produkten. Es bedeutet einfach gesagt, dass das jeweilige Produkt keinen negativen ökologischen Fußabdruck hat – also die Umwelt nicht mit Treibhausgas-Emissionen belastet. Diese Bilanz ergibt sich allerdings meist nicht dadurch, dass durch die Produktion keine Emissionen ausgestoßen wurden, sondern durch eine Kompensation der ausgestoßenen Treibhausgas-Emissionen. Bezogen auf eine globale Klimaneutralität spricht man auch von Netto-Null-Emissionen, die dann erreicht werden, wenn weltweit alle Emissionen durch Treibhausgas-Bindung ausgeglichen werden. Inbegriffen sind dabei dann nicht nur Kohlendioxid (CO₂), sondern auch andere Treibhausgase wie Methan.

Klimapositive Maßnahmen gehen dabei noch einen Schritt weiter: Mit klimapositiven Maßnahmen soll nicht nur dafür so gesorgt werden, dass der Anstieg des Kohlendioxid- und Methangehaltes in der Luft eingedämmt wird. Stattdessen geht der Ansatz so weit, eine Reduktion der Treibhausgase anzustreben. Das oberste Ziel: Jenem Kipppunkt entgegenzuwirken, der durch den Anstieg der Lufttemperatur unaufhaltsame Prozesse auslöst, welche wiederum den Temperaturanstieg weiter verstärken.

Die Umsetzung klimapositiver Maßnahmen ist dabei allerdings gar nicht so einfach. Schließlich kann darüber diskutiert werden, inwiefern die Emissionen, die durch ein Produkt entstehen, durch Bemühungen wie Baumpflanzprojekte aufgewogen werden können. Doch auch, wenn der Begriff “klimapositiv” per se umstritten ist, ist klar, dass alle Bemühungen, die Emissionen reduzieren, für das Klima von Vorteil sind.

CO2-neutral-Logo

2. Wie kann ein Unternehmen klimapositiv werden?

Klar ist: Klimapositivität ist keine Tagesaufgabe. Alle Prozesse in einem Unternehmen müssen dafür analysiert und angepasst werden. Besonderes Potential in Sachen Klimapositivität steckt dabei in Start-Ups, da die Strukturen dort häufig noch flexibler und die Freude am Austesten neuer Vorgehen groß ist. Um klimapositiv zu werden, ist es zunächst nötig, die verursachten Emissionen zu dokumentieren und analysieren. Diese Analyse erfolgt anhand eines GHG-Protocols (Greenhouse Gas Protocol), einem internationalen Leitfaden zur Dokumentation von Treibhausgasemissionen, und ist ein wichtiger Faktor für die Transparenz eines Unternehmens. Das GHG-Protocol unterteilt die Emissionen dabei in drei Kategorien (Scopes), welche die Grundlage für Einsparmaßnahmen darstellen. Diese sind wiederum der erste und wichtigste Schritt zur Klimapositivität.

  • Scope-1-Emissionen: direkte Emissionen aus eigenen Quellen wie eigenen Kraftwerken oder dem Fuhrpark
  • Scope-2-Emissionen: indirekte Emissionen aus dem Energiebezug, also Strom- und Wärmeversorgung
  • Scope-3-Emissionen: indirekte Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen. Dazu gehören etwa die mit eingekauften Waren verbundene Emissionen und Emissionen, die durch Transporte und Abfallentsorgungen, Anfahrt der Mitarbeitenden entstehen. Aber auch die Treibhausgase, die bei der Benutzung durch die Kund:innen entstehen, sind hier mit einzurechnen. Das alles macht die Erfassung zu einer Herausforderung, da viele Faktoren unklar sind.
Transport per LKW

3. Das macht SALZWASSER, um Emissionen zu reduzieren und auszugleichen

Unterstützung von Meeresschutzprojekten:
SALZWASSER ist für mehr als ein Markenname: Mit jedem Verkauf eines SALZWASSER-Kleidungsstücks unterstützen wir mit 2 € den SALZWASSER e.V., der damit Projekte zum Meeres- und Küstenschutz realisiert. Darüber hinaus leistet der Verein einen relevanten Beitrag in Sachen Umweltbildung und trägt so dazu bei, das Umweltbewusstsein unserer nächsten Generation zu stärken.

Nachhaltige Lieferkette:
Die wohl größte Herausforderung eines jungen Unternehmens besteht darin, eine nachhaltige Lieferkette aufzubauen. Durch Produktionen in Norddeutschland und Portugal können wir uns nun selbst regelmäßig ein Bild von den vielen Schritten machen, die geschehen, bevor ihr ein fertiges SALZWASSER-Stück in der Hand halten könnt. Sicherheit, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette höchste ökologische und soziale Standards gelten, verschafft auch das GOTS-Siegel. Damit bietet es eine gute Orientierung beim Kleidungskauf.

Green Office:
Mit unserem Hamburger Ladenbüro nutzen wir die Fläche gleich doppelt: Wo unter der Woche gearbeitet wird, könnt ihr uns donnerstags, freitags und samstags besuchen kommen und euch einen persönlichen Eindruck von unseren hochwertigen Kleidungsstücken machen. Durch diese Doppeltnutzung sparen wir (Öko-)Strom und wertvolle Fläche. Bei der Einrichtung der Räumlichkeiten haben wir uns für zeitlose und minimalistische Möbelstücke aus nachhaltiger Herstellung entschieden, die ganz unserem SALZWASSER-Design entsprechen. 

Laden SALZWASSER Hamburg

Klimapositiver Versand:
Um unseren Versand klimapositiv zu gestalten, erfolgt dieser nicht nur plastikfrei und klimaneutral mit DHL Go Green, sondern obendrein in Zusammenarbeit mit The Generation Forest. Gemeinsam mit der Genossenschaft sorgen wir so dafür, dass für jedes 10. Paket ein Quadratmeter Generationenwald in Panama geschützt und/oder aufgeforstet wird. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Nachhaltiges Banking: Unser Geld wirkt. Deswegen wollen auch wir als kleines Unternehmen dafür sorgen, dass unser Geld sinnvoll eingesetzt wird. Bei nachhaltigen Banken wie der GLS-Bank oder Tomorrow fließt das Geld nicht in die Massentierhaltung oder Rüstungsindustrie, sondern unterstützt soziale Projekte, Initiativen in den Bereichen Bildung und Ernährung sowie eine nachhaltigere Wirtschaft. Hier erklären wir dir mehr dazu.

4. Häufige Fragen

Weiterlesen im Magazin:

Social Business

Beim Social Business Model werden mithilfe unternehmerischer Ansätze soziale, ökologische oder gesellschaftliche Ziele erreicht. Social Business Unternehmen wollen die Welt verbessern – und das innerhalb des wirtschaftlichen Systems.

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So unterstützt du mit deiner Kleidung den Meeresschutz

Pro verkauftem SALZWASSER-Kleidungsstück unterstützen wir den SALZWASSER e.V., der sich für Umweltschutz und -bildung einsetzt. Was wir dieses Jahr erreicht haben. Transparenz spielt bei uns eine wichtige Rolle. Nicht nur bzgl. der Lieferketten, sondern auch, wenn es um den SALZWASSER e.V. geht. Pro verkauftem SALZWASSER-Stück spenden wir zwei Euro an unseren gemeinnützigen Verein und fördern damit Projekte im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes. So tragen wir mit dem Verkauf unserer Kleidung aktiv zum Erhalt von Ökosystemen und Artenvielfalt bei und unterstützen die einheimische Bevölkerung in Küsten- und Tourismusregionen dabei, nachhaltig ökologisch zu denken und zu handeln.

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Wie finde ich nachhaltige Kleidungsmarken und worauf muss ich achten?

Fast jedes Unternehmen verspricht derzeit, nachhaltige Kleidung zu produzieren. Doch wie findet man Marken, die dieses Versprechen wirklich erfüllen? Wir beantworten die häufigsten Fragen zum Kauf von Fair Fashion. “Baumwolle aus biologischem Anbau”, “faire Bedingungen”, “sustainable collection” – das sind die Versprechen in den Kampagnen großer Modehäuser. Dem gegenüber steht allerdings häufig der Vorwurf von Greenwashing. Die Kleidung, so die Kritiker:innen, sei demnach gar nicht so grün und fair, wie die Unternehmen ihren Konsument:innen durch Marketing-Versprechen weismachen wollen.    

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The Generation Forest

Der Versand von Paketen verursacht viel CO2. Bei unseren durchschnittlichen Sendungen bedeutet das nach Berechnungen mit der Genossenschaft The Generation Forest ungefähr 600 Gramm pro Paket. Das wollen wir nicht hinnehmen. Deshalb kooperieren wir mit The Generation Forest. 

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Hallo gute Vorsätze für 2023